Häufige Fragen

Vor Ihrem Besuch

Was ist ein Proktologe?

Ein Proktologe ist ein Arzt, der sich auf Erkrankungen von Darm, Enddarm und After spezialisiert hat. Die Proktologie ist eine Zusatzweiterbildung, die auf eine Facharztausbildung aufbaut — zum Beispiel als Chirurg. Wer proktologisch operiert, hat deshalb in der Regel auch eine chirurgische Ausbildung.

Welche Leistungen bietet die Praxis?

Der Schwerpunkt liegt auf der Proktologie: Erkrankungen von Darm, Enddarm und After. Dazu kommen allgemeinchirurgische Diagnostik und ambulante Operationen.
→ Proktologie · Allgemeine Chirurgie

Ist die Vorstellung bei einem Proktologen etwas, das mir unangenehm sein muss?

Nein. Fast jeder Mensch hat irgendwann mit Beschwerden am After zu tun — für uns ist das Alltag, und wir begegnen Ihnen respektvoll und diskret. Je früher Sie kommen, desto einfacher ist meist die Behandlung.

Tut die Untersuchung weh?

Nein. Die Untersuchung ist kurz und schonend, allenfalls etwas ungewohnt. Wir wissen genau, welche Erkrankungen eine Untersuchung schmerzhaft werden lassen — dann verzichten wir darauf und haben einen angenehmen Plan B: Wir führen die Untersuchung in einer regionalen Betäubung mit „Dämmerschlaf“ durch. Auf Wunsch und nach Absprache kombinieren wir die Untersuchung — wenn der zu erwartende Befund es zulässt — gleich mit der Therapie.

Muss ich mich komplett ausziehen?

Nein. Nur der Intimbereich wird kurz frei gemacht, ansonsten bleiben Sie bedeckt. Wir untersuchen in Seitenlage und vermeiden bewusst die entblößende Lagerung auf einem typischen „gynäkologischen Stuhl“ — Patienten empfinden die Seitenlage als deutlich angenehmer. Diskretion ist für uns selbstverständlich.

Wie läuft der erste Termin ab?

Zuerst sprechen wir in Ruhe über Ihre Beschwerden. Danach folgt eine schonende Untersuchung. Wir erklären Ihnen alles verständlich — und nichts geschieht ohne Ihr Einverständnis.

Brauche ich eine Überweisung?

Nein. Sie können direkt einen Termin bei uns machen. Eine Überweisung Ihres Hausarztes bringen Sie gern mit, nötig ist sie aber nicht.

Werde ich als Kassenpatient behandelt?

Ja. Wir behandeln gesetzlich und privat Versicherte.

Wie bekomme ich einen Termin?

Am einfachsten online über Doctena oder telefonisch unter 06152 9862256.

Muss ich mich zu Hause vorbereiten?

Für das Erstgespräch natürlich nicht. Zur Untersuchung ist ein Klistier erforderlich, um den Enddarm einmal zu entleeren. Die Einzelheiten erklären wir Ihnen im Rahmen der Erstvorstellung.

Kann ich nach einem Eingriff normal nach Hause?

Viele Eingriffe sind ambulant möglich — Sie gehen am selben Tag nach Hause. Wie lange Sie sich schonen sollten, hängt vom Eingriff ab; ich betreue Sie persönlich nach, bis alles verheilt ist.

Wo finde ich die Hinweise zur Nachbehandlung nach meiner Operation?

Alle Hinweise zur Wundpflege und Heilung stehen auf unserer Seite Nachbehandlung. Dieser Bereich ist passwortgeschützt und unseren OP-Patienten vorbehalten — das Passwort erhalten Sie von uns persönlich in der Praxis, in der Regel zusammen mit Ihren Unterlagen zur Operation.

Bleibt alles vertraulich?

Ja, immer. Es gilt die ärztliche Schweigepflicht, und wir behandeln Ihr Anliegen so diskret, wie Sie es sich wünschen.

Fragen zu einzelnen Beschwerden

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind weiche Blutpolster, die jeder Mensch hat. Sie sorgen dafür, dass der After zuverlässig abdichtet. Zur Krankheit werden sie erst, wenn sie Beschwerden machen — dann spricht man von einem Hämorrhoidalleiden. Die Polster verdicken sich zu Knoten, die bluten und vor den After fallen können. Wie stark, teilt man in vier Grade ein.
→ Ausführlich mit Bildern: Hämorrhoiden

Kann aus Hämorrhoiden Darmkrebs entstehen?

Nein. Hämorrhoiden entarten nicht. Wer ein Hämorrhoidalleiden hat, trägt kein höheres Darmkrebsrisiko als andere Menschen.

Was ist das Tückische an Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden bluten häufig. Ist ein Hämorrhoidalleiden erst einmal bekannt, werden spätere Blutungen leicht darauf geschoben — auch dann, wenn eine andere Ursache dahintersteckt. Entwickelt sich ein Tumor im Darm oder Mastdarm, wird die richtige Diagnose dadurch möglicherweise zu spät gestellt. Deshalb sollte jede neue oder veränderte Blutung ärztlich abgeklärt werden.

Welche Beschwerden macht Darmkrebs?

Darmkrebs hat kein typisches Zeichen — sonst wäre er leicht zu erkennen. Möglich sind Blutungen, Gewichtsverlust, plötzliche Verstopfung bis zum Darmverschluss, neu auftretende Inkontinenz oder ein tastbarer Knoten in Afternähe. Im Frühstadium macht er meist gar keine Beschwerden und wird bei der Vorsorge zufällig entdeckt. Gerade dann ist er gut heilbar — und Vorstufen (Polypen) lassen sich bei der Darmspiegelung entfernen, bevor Krebs daraus wird.
→ Rektumkarzinom · Polypen

Was ist ein Afterriss (Analfissur)?

Ein Einriss in der sehr empfindlichen Haut des Afters — und eine der schmerzhaftesten Erkrankungen überhaupt. Besteht der Schmerz erst Tage oder Wochen, spricht man von einer akuten Fissur; halten die Beschwerden Monate oder Jahre an, von einer chronischen. Meist kommen hellrote Blutspuren beim Stuhlgang dazu.
→ Analfissur

Was ist eine Analfistel?

Ein röhrenartiger Gang, der von einer Öffnung neben dem After in die Tiefe zieht — oft mitten durch den Schließmuskel. Ursache ist meist eine Entzündung, ein Abszess, der nach außen durchbricht. Seltener stecken andere Erkrankungen dahinter, etwa ein Morbus Crohn.
→ Analfisteln

Ich habe einen schmerzhaften Knoten am Afterrand. Was kann das sein?

Dafür gibt es mehrere Erklärungen: eine Analvenenthrombose, ein vorgefallener Hämorrhoidalknoten oder ein Abszess. Jeder Knoten am After gehört ärztlich angesehen — von außen lässt sich das nicht sicher unterscheiden.
→ Analvenenthrombose · Analabszess

Ich habe seit Monaten einen Knoten am After, der nicht wehtut. Was soll ich tun?

Auch ihn sollten Sie zeigen. Gerade weil er keine Beschwerden macht, ist eine Gewebeprobe oder die Entfernung sinnvoll — um sicher auszuschließen, dass etwas Bösartiges dahintersteckt.

Wie wird ein Analkarzinom behandelt? Braucht es immer einen künstlichen Darmausgang?

Nein, nicht immer. Das Vorgehen hängt vom Gewebetyp, der Lage, der Ausdehnung und der Schließmuskelfunktion ab. Viele Analkarzinome sprechen sehr gut auf eine Kombination aus Bestrahlung und Medikamenten an — der Schließmuskel bleibt dabei oft erhalten. Weil die Bestrahlung die Haut am After stark reizen kann, wird manchmal ein vorübergehender künstlicher Darmausgang für diese Zeit empfohlen; er wird danach wieder zurückverlegt.
→ Analkarzinom

Ist eine Analvenenthrombose so gefährlich wie eine Beinvenenthrombose?

Nein. Sie ist in der Regel harmlos und mit einer Thrombose der Beinvenen nicht vergleichbar. Meist heilt sie von selbst: Sie löst sich innerhalb weniger Wochen auf oder entleert sich spontan, was als leichte Blutspur in der Wäsche auffällt. Ein Eingriff ist nur nötig, wenn die Schmerzen stark sind oder die Thrombose sehr groß ist.
→ Analvenenthrombose

Was ist ein Analabszess?

Eine eitrige, schmerzhafte Entzündung der Afterregion, die meist von den Analdrüsen ausgeht. Oft kommen Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl dazu. Ein Abszess muss eröffnet werden. Dabei wird zugleich nach der Ursache gesucht — häufig steckt eine Analfistel dahinter, die sowohl Ursache als auch Folge sein kann.
→ Analabszess

Mein After ist nach einer Operation vor Jahren sehr eng geworden. Kann man das verbessern?

Eine Afterenge (Analstenose) entsteht durch Narbenbildung — nach Operationen, nach Verletzungen oder infolge chronischer Entzündungen. Ob im Einzelfall etwas ungünstig verlaufen ist, lässt sich nur anhand des Operationsberichts und der ursprünglichen Erkrankung beurteilen. Behandeln lässt sich eine Analstenose: zunächst mit Analdehnern, bei stärkerer Enge durch einen Eingriff.

Ich habe manchmal starke nächtliche Afterkrämpfe. Gibt es etwas, das hilft?

Diese Krämpfe sind schwierig zu behandeln, weil sich bei vielen Menschen keine Ursache finden lässt. Diskutiert werden unter anderem Stress und seelische Belastungen — bewiesen ist das nicht. Behandelt wird der akute Krampf; welche Möglichkeiten für Sie in Frage kommen, besprechen wir in der Sprechstunde.

Ist ein Analekzem dasselbe wie eine Proktitis?

Nein. Ein Analekzem ist eine entzündete Haut am After — sie juckt, ist gerötet, brennt und blutet manchmal. Eine Proktitis ist eine Entzündung des untersten Mastdarmabschnitts mit Schmerzen, Ausfluss und Schmierblutungen. Beide haben viele mögliche Ursachen: Hauterkrankungen, Infektionen, Reizungen oder allergische Reaktionen auf feuchte Tücher und Pflegeprodukte. Deshalb steht am Anfang immer ein ausführliches Gespräch — die Behandlung richtet sich nach der Ursache.

Mir ist Blut am Toilettenpapier aufgefallen. Ist das gefährlich?

Jede Blutung aus dem After gehört ärztlich abgeklärt — auch eine kleine Spur. Am Anfang steht die Tastuntersuchung, danach die Spiegelung von After und Mastdarm sowie die Darmspiegelung. Hellrotes Blut stammt meist aus Bereichen nahe am After, häufig von Hämorrhoiden oder überschüssiger Schleimhaut. Dunkelrotes Blut kommt aus tieferen Darmabschnitten. Im Erwachsenenalter muss dabei immer auch an einen Tumor gedacht werden.

Bei einer starken Blutung — erst recht mit Schwindel, Übelkeit oder Blässe — suchen Sie bitte umgehend einen Arzt auf.
→ Blutungen und Tastbefunde

Ich habe kleine Wärzchen am After, die sich ausbreiten. Was ist das?

Wahrscheinlich Feigwarzen — eine Virusinfektion, die durch intimen Kontakt sehr leicht übertragen wird. Sie gehört zügig abgeklärt. Es gibt Salben und Tinkturen; wir entfernen sie in der Regel operativ mit Hitze. Bitte denken Sie auch an eine Untersuchung Ihrer Partnerin oder Ihres Partners.
→ Feigwarzen

Ich habe kleine Hautläppchen am After. Sind das äußere Hämorrhoiden?

Nein — auch wenn sie im Volksmund so heißen. Es sind Marisken: gutartige Hautfalten, die außer Hygieneproblemen keinen Krankheitswert haben. Kommen allerdings Juckreiz oder Schmierblutungen dazu, steckt meist etwas anderes dahinter, in der Regel ein Analprolaps. Der sollte untersucht und gegebenenfalls behandelt werden.
→ Marisken · Analprolaps

Was ist der Unterschied zwischen akuter und chronischer Verstopfung?

Eine chronische Verstopfung besteht seit Jahren. Meist liegt es an anlagebedingten Veränderungen der Darmmuskulatur und ihrer Nerven — der Transport ist zu langsam. Eine zweite Ursache ist eine Beckenbodensenkung, etwa durch jahrelanges Pressen, mehrere Geburten oder das Alter: Der Mastdarm verändert seine Lage, der Stuhl kommt schwerer hindurch, es muss stärker gepresst werden — ein Teufelskreis.

Eine akute Verstopfung besteht erst seit Kurzem. Hier ist die Darmpassage verlegt: durch Druck von außen, ein Hindernis im Darm wie einen Tumor oder Polypen, oder durch Abknickungen. Eine akute Verstopfung muss rasch abgeklärt werden, in der Regel mit einer Darmspiegelung.
→ Entleerungsstörung

Was ist der Beckenboden, und was passiert bei einer Senkung?

Der Beckenboden ist eine Muskelplatte, die im kleinen Becken aufgespannt ist und Harnblase, Gebärmutter und Mastdarm trägt. Sie hat natürliche Öffnungen für Mastdarm, Scheide und Harnröhre. Senkt sie sich ab — durch das Alter, Geburten oder jahrelanges Pressen —, verändern die Organe ihre Lage. Das kann zu Harninkontinenz, Gebärmuttervorfall, Entleerungsstörungen und Stuhlinkontinenz führen.
→ Beckenboden und Stuhlinkontinenz

Ich habe eine Beckenbodensenkung. Warum leide ich zugleich unter Inkontinenz und Verstopfung?

Dieses Nebeneinander ist typisch. Die veränderte Lage des Mastdarms erschwert den Stuhldurchtritt — Sie müssen pressen. Gleichzeitig schwächt die Senkung die Nerven und Muskeln des Schließmuskels, die über den Beckenboden verlaufen. So kommt es, dass fester Stuhl nur mit Mühe herauskommt, weicher Stuhl aber nicht mehr sicher gehalten werden kann.
→ Beckenboden und Stuhlinkontinenz

Was versteht man unter Stuhlinkontinenz?

Die Unfähigkeit, Stuhl und Darmgase sicher zurückzuhalten. Bei leichter Form betrifft es nur Gase, bei schwerer auch festen Stuhl. Erste Anzeichen sind verschmutzte Wäsche und eine nässende Afterhaut. Später brauchen Betroffene Vorlagen — und ziehen sich oft aus dem gesellschaftlichen Leben zurück. Das muss nicht sein: Eine Inkontinenz lässt sich behandeln.
→ Beckenboden und Stuhlinkontinenz

Wie entsteht eine Inkontinenz?

Kontinenz ist eine Zusammenarbeit mehrerer Systeme: Schließmuskel, Beckenboden, Hämorrhoidalzone, die empfindlichen Nerven der Afterhaut und die Speicherfähigkeit des Darms. Fällt eines aus, gleichen die anderen es zunächst aus — deshalb entwickelt sich eine Inkontinenz oft schleichend. Entsprechend vielfältig sind die Ursachen: eine Beckenbodensenkung, Vorfälle in der Hämorrhoidalzone, Vernarbungen oder Entzündungen der Afterhaut, ein innerer Vorfall. Im Volksmund wird fast alles auf den Schließmuskel geschoben — das greift zu kurz.

Wie behandelt man eine Inkontinenz?

Das hängt vom Schweregrad, vom Alter und vom Gesundheitszustand ab, vor allem aber von der Ursache. Ohne Operation helfen oft eine Umstellung der Ernährung auf stopfende Kost, Mittel zur Eindickung des Stuhls, Beckenbodengymnastik oder Analtampons. Operativ lässt sich die Lage der Organe auf dem abgesunkenen Beckenboden korrigieren oder ein geschädigter Schließmuskel wiederherstellen. Seit einigen Jahren gibt es zudem Schrittmachersysteme, die Muskel und Nerven stimulieren.
→ Beckenboden und Stuhlinkontinenz

Welche Untersuchungen sind zur Abklärung einer Inkontinenz nötig?

Mehrere — weil alle beteiligten Systeme erfasst werden müssen: die Tastuntersuchung mit Prüfung von Kneifkraft und Empfindlichkeit, Ultraschall des Schließmuskels, Darmspiegelung sowie die Spiegelung von After und Mastdarm.
→ Untersuchung und Diagnostik

Was ist eine Darmtransportzeitmessung?

Damit wird gemessen, wie lange der Darm braucht, bis Aufgenommenes wieder ausgeschieden wird. Sie nehmen eine Woche lang täglich eine Kapsel ein, die kleine röntgendichte Teilchen enthält. Am Tag nach der letzten Kapsel wird der Bauch geröntgt und ausgezählt: Je mehr Teilchen noch im Darm liegen, desto langsamer arbeitet er. Auffällig sind vor allem Menschen mit einer anlagebedingten Nervenstörung der Darmwand.
→ Untersuchung und Diagnostik

Was ist eine Rektozele?

Eine sackförmige Ausbuchtung des Mastdarms, die sich fast nur bei Frauen findet und sich in Richtung Scheide vorwölbt. Sie ist eine Begleiterscheinung der Beckenbodensenkung. In der Ausbuchtung sammelt sich Stuhl, der beim Toilettengang nur langsam abgeht. Typisch sind Nachschmieren, Druckgefühl im Mastdarm, manchmal ein Fremdkörpergefühl in der Scheide — und das Gefühl, trotz viel Papier nie richtig sauber zu werden. Oft meldet sich kurz nach dem Toilettengang schon wieder ein Stuhldrang.

Die Größe sagt wenig über die Beschwerden aus. In vielen Fällen genügen Maßnahmen ohne Operation; bei starker Belästigung helfen spezielle Klammernahtverfahren.
→ Rektozele · Operationsverfahren

Die Untersuchung

Ist eine proktologische Untersuchung schmerzhaft?

Nein. Die Tastuntersuchung und die Spiegelung von Afterkanal und Mastdarm tun nicht weh. Wir gehen vorsichtig vor, verwenden dünne Instrumente und wasserlösliches Gleitgel. Sind wegen Ihrer Erkrankung — etwa bei einem Riss oder einer Entzündung — doch Schmerzen zu erwarten, bieten wir die Untersuchung in Narkose oder in regionaler Betäubung an.
→ Untersuchung und Diagnostik

Muss ich meinen Termin verschieben, wenn ich meine Regel habe?

Nein, das ist für die Untersuchung kein Problem. Bei einem Magen-Darm-Infekt sollten Sie den Termin dagegen verschieben — dünnflüssiger Stuhl verschlechtert die Sicht so sehr, dass die Untersuchung wenig aussagt.

Behandlung ohne Operation

Was sind Ligaturen?

Winzige Gummibänder, die oberhalb der Hämorrhoidalknoten auf die überschüssige Schleimhaut gesetzt werden. Sie helfen bei Hämorrhoidal- und Schleimhautvorfällen und bei Blutungen. Die abgebundene Schleimhaut fällt nach wenigen Tagen unbemerkt ab und geht mit dem Stuhl ab; zurück bleibt eine kleine Narbe. Blutungen hören auf, die Knoten werden wieder in ihrer Position gehalten. Die Behandlung ist schnell und schmerzlos.
→ Konservative Therapie

Kann ich mit Ligaturen eine Operation vermeiden?

In den Anfangsstadien meistens ja. Bei Grad 3 und 4 — wenn die Knoten nur noch mit dem Finger zurückzuschieben sind oder gar nicht mehr — hilft nur eine Operation.

Reicht ein Gummiband? Wie lange dauert die Behandlung insgesamt?

Ein Band reicht in der Regel nicht. Die meisten Patienten brauchen vier bis sechs Ligaturen, manche kommen mit zwei bis drei aus. Wir setzen pro Termin höchstens ein bis zwei, mit vier bis acht Wochen Abstand. Insgesamt dauert die Behandlung damit etwa vier bis sechs Monate. Damit Sie nicht so lange warten müssen, behandeln wir Ihre Beschwerden parallel zusätzlich.

Was muss ich nach einer Ligatureinlage beachten?

Nichts Besonderes — Sie können Ihren gewohnten Tätigkeiten ohne Einschränkung nachgehen.

Kann es nach einer Ligatureinlage Probleme geben?

Komplikationen sind sehr selten, die meisten Patienten haben gar keine Beschwerden. In den ersten Tagen kann ein leichtes Druck- oder Fremdkörpergefühl auftreten; bei Schmerzen genügt kurzfristig ein Schmerzmittel. Wenn die Ligatur nach einigen Tagen abgeht, zeigt sich gelegentlich eine kleine hellrote Blutspur am Papier. Spätestens nach ein bis zwei weiteren Tagen sollte das vorbei sein.

Warum helfen Ligaturen auch gegen Juckreiz und Stuhlschmieren?

Vorfallende Knoten oder Schleimhaut hindern den Schließmuskel daran, den After fest zu verschließen. Dadurch tritt — oft unbemerkt — stuhliges Sekret aus, das die Haut ständig befeuchtet und reizt; es entsteht quälender Juckreiz. Ligaturen verkleinern die vorfallende Schleimhaut und bringen die Knoten zurück in ihre Position, sodass der Analkanal wieder dicht schließt.

Was hilft gegen den Juckreiz, bis die Ligaturbehandlung wirkt?

Schon kleinste Mengen austretenden Sekrets reizen die Haut — man spricht von einem Analekzem. Hilfreich ist, weiche Kompressen vor den After zu legen und die Haut mit einer Pflegesalbe einzucremen, beides mehrmals täglich. Ziel ist, dass die Afterhaut möglichst keinen Kontakt mit dem Sekret bekommt.

Wie behandelt man eine Analfissur?

Eine akute Fissur wird zunächst ohne Operation behandelt: mit einer Salbe, die betäubt und den Schließmuskel entspannt, einem Analdehner und Schmerzmitteln. Eine chronische Fissur muss in der Regel operiert werden.
→ Analfissur · Konservative Therapie

Operationen

Gibt es narbenfreie Hämorrhoidenoperationen?

Ja — sogenannte Stapler-Operationen. Mit einem Klammernahtgerät werden die Knoten wieder an ihrer ursprünglichen Stelle befestigt, eine Art Lifting des Afters. Ob das in Ihrem Fall möglich ist, klären besondere Untersuchungen vorab. Wenn nicht, kommen die klassischen Verfahren zum Zug: Die vorgefallenen Knoten werden unter Schonung des Schließmuskels entfernt; es bleibt eine kleine kleeblattförmige Wunde, die nach einigen Wochen verheilt. Beide Wege führen in erfahrenen Händen zu guten Ergebnissen.
→ Operationsverfahren

Nach einem Eingriff

Was muss ich nach einer proktologischen Operation beachten?

Das hängt vom Eingriff ab: Eine klassische Hämorrhoidenoperation mit sichtbaren Wunden braucht eine andere Nachsorge als ein Eingriff mit dem Klammernahtgerät, bei dem keine sichtbaren Wunden entstehen. Grundsätzlich gehören dazu eine ausreichende Schmerzbehandlung, tägliches Ausduschen der Wunde und gegebenenfalls Sitzbäder, anfangs Salbenvorlagen mit Jod und später Hämorrhoidalsalben, eine Regulierung des Stuhlgangs sowie ballaststoffreiche Kost und viel Trinken.

Ihre persönlichen Hinweise erhalten Sie von uns nach der Operation.
→ Ihr Weg durch die Operation

Probleme mit dem Klistier / Darmvorbereitung

Die Vorbereitung klappt nicht immer auf Anhieb — das ist normal. Hier finden Sie die häufigsten Fragen. Und ganz wichtig: Wenn es nicht gelingt, sagen Sie Ihren Termin bitte nicht ab.

Hinweis: Dieses Video wird von „Melinda“ präsentiert – einer KI-gestützten Sprecherin, die unsere Praxis dabei unterstützt, medizinische Themen verständlich aufzubereiten. Die medizinischen Inhalte stammen von Dr. med. Frank Schaudig.

Diese Information ersetzt nicht das persönliche ärztliche Gespräch.

Zum Nachlesen: der Text des Videos

Hallo, ich bin Melinda, die digitale Assistentin der Praxis.

Die Vorbereitung mit dem Klistier klappt nicht immer auf Anhieb. Das ist völlig normal — und kein Grund zur Sorge. Ich erkläre Ihnen die häufigsten Fragen dazu.

Das Wichtigste zuerst: Wenn die Vorbereitung nicht gelingt, sagen Sie Ihren Termin bitte nicht ab. Kommen Sie trotzdem zu uns. Wir besprechen das und finden gemeinsam eine gute Lösung.

Sie bekommen die Flüssigkeit nicht vollständig hinein? Drücken Sie so viel hinein, wie es Ihnen möglich ist. Auch eine Teilmenge hilft. Und wenn ein Rest im Behälter bleibt, ist das nicht schlimm.

Tut es weh? Ein leichtes Druckgefühl oder sehr leichte Schmerzen können auftreten — das hängt auch vom Krankheitsbild ab. Wenn die Schmerzen aber sehr unangenehm sind, oder wenn Sie unsicher sind, etwas falsch zu machen oder sich zu verletzen: Dann verzichten Sie bitte auf das Klistier. Kommen Sie trotzdem zur Untersuchung. Wir finden gemeinsam eine komfortable Lösung.

Sie können die Flüssigkeit nicht halten, zum Beispiel bei einer Stuhlhaltestörung? Dann versuchen Sie einmal Folgendes: Führen Sie das Klistier ein und drehen Sie sich danach auf den Bauch. Das erleichtert manchmal das Halten der Flüssigkeit. Und wenn es nicht funktioniert, ist auch das kein Problem — auch dafür finden wir eine Lösung.

Bei einer ausgeprägten, bekannten Stuhlinkontinenz ist das Klistier nicht sinnvoll. Sprechen Sie uns bitte an, dann finden wir einen anderen Weg.

Sie leiden unter Verstopfung? Dann besorgen Sie sich sicherheitshalber zwei Klistiere. Wirkt das erste nicht ausreichend, wenden Sie nach einer Weile das zweite an.

Und bitte beachten Sie immer: Bei Schmerzen, Blutungen oder Angstgefühlen versuchen Sie die Anwendung nicht zu Hause. Kommen Sie einfach zur Untersuchung — wir finden direkt in der Sprechstunde eine Lösung für Sie.

Ich bekomme die Flüssigkeit nicht vollständig hinein.

Drücken Sie so viel hinein, wie es Ihnen möglich ist — auch eine Teilmenge hilft. Wenn ein Rest im Behälter bleibt, ist das nicht schlimm.

Tut die Anwendung weh?

Ein leichtes Druckgefühl oder sehr leichte Schmerzen können auftreten; das hängt auch vom Krankheitsbild ab. Sind die Schmerzen aber sehr unangenehm, oder fühlen Sie sich unsicher, etwas falsch zu machen oder sich zu verletzen: Verzichten Sie bitte auf das Klistier und kommen Sie trotzdem zur Untersuchung. Wir besprechen das und finden gemeinsam eine komfortable Lösung.

Ich kann die Flüssigkeit nicht halten.

Das kommt vor, zum Beispiel bei einer Stuhlhaltestörung. Ein Tipp: Führen Sie das Klistier ein und drehen Sie sich danach auf den Bauch — das erleichtert manchmal das Halten der Flüssigkeit. Klappt es trotzdem nicht, ist das kein Problem; auch dafür finden wir eine Lösung.

Ich habe eine bekannte Stuhlinkontinenz.

Bei einer ausgeprägten Stuhlinkontinenz ist die Anwendung nicht sinnvoll. Sprechen Sie uns bitte vorher an — wir finden einen anderen Weg für Sie.

Ich neige zu Verstopfung.

Besorgen Sie sich sicherheitshalber zwei Klistiere. Wirkt das erste nicht ausreichend, wenden Sie nach einer Weile das zweite an.

Es hat gar nicht funktioniert — soll ich den Termin absagen?

Nein, bitte nicht. Kommen Sie trotzdem zu uns. Wir finden direkt in der Sprechstunde eine Lösung für Sie.
Bitte beachten
Bei Schmerzen, Blutungen oder Angstgefühlen versuchen Sie die Anwendung bitte nicht zu Hause. Kommen Sie einfach zur Untersuchung — wir finden direkt in der Sprechstunde eine Lösung für Sie.