Untersuchung & Diagnostik

Viele Menschen schieben den Gang zum Proktologen aus Scham auf. Das ist verständlich — aber unnötig: Die Untersuchung ist diskret, schonend und meist in wenigen Minuten vorbei. Je früher die Ursache geklärt ist, desto einfacher die Behandlung.

So läuft eine proktologische Untersuchung in der Regel ab

  • Gespräch: Zuerst besprechen wir in Ruhe Ihre Beschwerden.
  • Inspektion: Begutachtung der Analregion von außen.
  • Tastuntersuchung: vorsichtiges Austasten des Analkanals mit dem Finger.
  • Enddarmspiegelung (Prokto-/Rektoskopie): Mit einem kurzen, dünnen Gerät werden Analkanal und unterster Enddarm beurteilt.
  • Bei Bedarf weiterführend: Bildgebung (CT, MRT, offenes MRT) in kooperierenden Radiologie-Praxen.

Untersuchung und Behandlung ohne Schmerzen

Liegt eine schmerzhafte Erkrankung vor oder sind durch die Untersuchung Schmerzen zu erwarten (etwa bei Fissuren oder Entzündungen), führen wir die Untersuchung — und auf Wunsch auch die sofortige Behandlung — mit einer speziellen regionalen Betäubung durch (SEPTA-Verfahren). Auf Wunsch sind auch weitere Anästhesieverfahren möglich (rückenmarksnahe Betäubung oder Vollnarkose). Die örtlich betäubenden Verfahren kombinieren wir in der Regel mit einer milden Sedierung — Sie „verschlafen“ so sowohl die Untersuchung als auch eine eventuelle Behandlung.

Dabei kann es vorkommen, dass wir eine Behandlung direkt durchführen, noch bevor die genaue Ursache feststeht oder ein Eingriff im Detail besprochen wurde. Dessen sind wir uns bewusst. Selbstverständlich können wir Untersuchung und Behandlung auch auf zwei Termine aufteilen, damit Sie in Ruhe abschätzen können, worauf Sie sich einlassen. Die meisten Patienten möchten jedoch alles an einem Termin erledigt haben — Diagnose und sofortige Behandlung in einem. Das setzt viel Vertrauen voraus. Ich bespreche deshalb in jedem Gespräch die Möglichkeiten und das, was üblicherweise zu erwarten ist. Und ich halte mich an einen Grundsatz: Eine Behandlung im „stillen Einverständnis“ führe ich nur dann durch, wenn ich sie auch bei mir selbst akzeptieren würde.