Melinda erklärt: die Analfissur
Hinweis: Dieses Video wird von „Melinda“ präsentiert – einer KI-gestützten Sprecherin, die unsere Praxis dabei unterstützt, medizinische Themen verständlich aufzubereiten. Die medizinischen Inhalte stammen von Dr. med. Frank Schaudig.
Diese Information ersetzt nicht das persönliche ärztliche Gespräch.
Zum Nachlesen: der Text des Videos
Hallo, ich bin Melinda, die digitale Assistentin der Praxis.
Die Analfissur ist ein kleiner Einriss in der empfindlichen Haut des Analkanals – und eine der häufigsten Ursachen für stechende Schmerzen beim Stuhlgang. Der Riss sitzt meist an der hinteren Mittellinie. Typisch ist ein scharfer, brennender Schmerz während und nach dem Stuhlgang, oft mit etwas hellrotem Blut. Der Schmerz lässt den Schließmuskel verkrampfen, und das erschwert die Heilung zusätzlich.
Die gute Nachricht: Eine frische Fissur, die nicht länger als sechs Wochen besteht, heilt häufig schon mit schonenden Maßnahmen ab. Im Vordergrund steht ein weicher Stuhlgang – durch ausreichendes Trinken, ballaststoffreiche Ernährung und, wenn nötig, eine sanfte medikamentöse Unterstützung der Stuhlkonsistenz. Wichtig ist auch eine schonende Reinigung der Analregion, am besten mit Wasser, etwa über die Dusche, ein Bidet oder eine spezielle Po-Dusche, oder mit beruhigenden Sitzbädern, zum Beispiel mit Kamille. Eine gute Schmerzbehandlung gehört dazu; zusätzlich können örtlich betäubende Salben helfen. Damit sich der verkrampfte Schließmuskel entspannt, eignen sich muskelentspannende Salben. Oft hilft außerdem, nach ärztlicher Anleitung, ein sogenannter Analdehner: Er entspannt den Schließmuskel, beugt einer Narbenbildung vor und verbessert die Durchblutung – ein bisschen wie eine kleine Physiotherapie.
Heilt die Fissur in den ersten sechs Wochen nicht ab, spricht man von einer chronischen Fissur. Auch bei einer chronischen Fissur kann zunächst ein konservativer Therapieversuch erfolgen beziehungsweise die begonnene konservative Therapie weiter fortgeführt werden. Wenn eine geeignete Behandlung nicht ausreichend hilft oder bestimmte Begleitbefunde vorliegen, besprechen wir die operativen Möglichkeiten. Ziel ist, das narbige, schlecht heilende Gewebe zu entfernen, damit gesundes Gewebe nachwachsen kann. Zum Einsatz kommen dabei konventionelle Verfahren oder ein Laser.
Ein wichtiger Rat zum Schluss: Warten Sie mit anhaltenden Beschwerden nicht aus falscher Scham. In unserer Sprechstunde finden wir gemeinsam heraus, welche Behandlung für Sie die richtige ist.
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Schematische, animierte Patienteninformation — ersetzt nicht das ärztliche Gespräch.
So behandeln wir eine akute Fissur
Falls die Fissur erst wenige Wochen besteht, kann eine konservative Therapie noch erfolgreich sein, bevor die zunehmende Narbenbildung einsetzt. Im Kapitel Konservative Therapie erklären wir entsprechende Möglichkeiten. Der Schwerpunkt bei der Therapie der Analfissur liegt auf schmerzstillenden, muskelentspannenden Salben und einer Analdehner-Therapie, mit der die Schließmuskulatur entspannt und die Durchblutung und somit die Fissurheilung gefördert wird. Genaue Einzelheiten besprechen wir in der Sprechstunde.
So behandeln wir die chronische Analfissur
Eine chronische Fissur plagt den Patienten schon viele Wochen und Monate. Auch bei einer chronischen Fissur kann zunächst ein konservativer Therapieversuch erfolgen beziehungsweise die begonnene konservative Therapie weiter fortgeführt werden. Wenn eine geeignete Behandlung nicht ausreichend hilft oder bestimmte Begleitbefunde vorliegen, besprechen wir die operativen Möglichkeiten. Ziel ist, das narbige, schlecht heilende Gewebe zu entfernen, damit gesundes Gewebe nachwachsen kann. Dafür gibt es zwei Wege.
Fissurektomie (Entfernung)
Das narbige Gewebe wird abgetragen. Es bleibt eine kleine, gut durchblutete Wunde, die offen abheilt.
Laserbehandlung
Eine Lasersonde trägt das narbige Gewebe schonend ab und verschorft es. Der Schließmuskel wird geschont.
